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Unerwünschte Entblätterung |
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Wie sich Geschäftsleute und Angestellte bei Sommerhitze kleiden sollten
BIELEFELD. Die alljährlich an den ersten heißen Tagen des Sommers auftretende Frage: „Wie viel Ausziehen ist erlaubt?” stellt sich im „Supersommer 2006” dauerhaft und verstärkt. Doch auch eine ungewöhnlich lang anhaltende Hitzeperiode ändert nicht viel an der Antwort:
In allen Berufssparten, in denen klassische Kleidung seitens der Kundschaft erwartet wird, ist zu viel „Entblätterung” unerwünscht. Ein Top-Manager, der seinen Geschäftsbesuch im Hawaii-Hemd über Shorts begrüßt, schadet seinem Image genauso wie seine Chefassistentin dem ihren, wenn sie den Gast im bauchfreien Hotpants-Outfit empfängt.Zugegeben: Die - im doppelten Wortsinn - obersten Geschäftsetagen verfügen im Allgemeinen über klimatisierte Räume. Dann ist es für die dort Tätigen ein Leichtes, sich an die Regeln der konservativen Business-Kleidung zu halten. Schwieriger wird das für diejenigen, etwa Sparkassen- und Bankangestellte, die ohne die Annehmlichkeit gekühlter „Arbeitsluft” den Kleidungserwartungen der Kundschaft entsprechen müssen.In den meisten Fällen wird seitens der Geschäftsleitung dann grünes Licht für „Marscherleichterung” gegeben. Die Männer erscheinen ohne Jackett, je nach interner Absprache im lang- oder kurzärmeligen Hemd. Dass auf die Krawatte verzichtet werden kann, ist allerdings eher die Ausnahme. Und kurze Hosen bleiben tabu. Gleiches gilt bei Frauen für Sonnentops, Neckholder oder Oberteile mit Spaghetti-Trägern und sehr große Dekollets. Ebenso sind bauchfreie Outfits unerwünscht, und seien sie in der Freizeit auch noch so in.
Eine Bluse mit kurzem Ärmel wirkt besser als eine ärmellose. Und bestrumpfte Beine sehen nun einmal eleganter aus als nackte Waden. Tipp: Dünne Kniestrümpfe unter leichter Hose sind luftiger als Rock und Strumpfhose. Doch Vorsicht bei Kniestrümpfen und Röcken: Wenn die Ränder der Strümpfe durch Gehschlitze oder das Hochrutschen des Rockes beim Sitzen sichtbar werden, gilt das als eine der großen „Mode-Sommersünden”!
Noch ein Tipp für die Männer. Ob das Ablegen des Jacketts in Meetings oder bei Geschäftstreffen erwünscht oder erlaubt ist, bestimmt im Business immer die rang-höchste Person. Das kann nonverbal geschehen, indem sie das Jackett ablegt, oder durch eine entsprechende Aussage. Fehlen diese Signale, gilt: Hält es zum Beispiel ein Kunde für angebracht, selbst bei 38 Grad im Schatten sein Jackett anzubehalten, sollte es sein Besucher ebenfalls tun. Macht der Chef keine Anstalten, sein Sakko auszuziehen, ist sein Mitarbeiter gut beraten, es auch anzubehalten.
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