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Geschrieben von Jörg Wiebking
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Niedrigere Zinsen, höhere Kredite: Die KfW-Förderbank bietet neue Anreize, das Haus in Schuss zu bringen. Das sollten Ihre Kunden wissen!
Impulse für den Aufschwung: Die staatliche Förderbank KfW bietet seit Anfang Februar für Gebäudesanierung und Klimaschutz am Haus mehr Geld zu besseren Konditionen an. So gibt es zum Beispiel für vor 1984 fertiggestellte Häuser einen Kredit von bis zu 50.000 Euro schon zu einem Zinssatz von nur einem Prozent. Die Bundesregierung verfolgt mit diesem Programm zwei Ziele: Sie will die Baukonjunktur anregen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Angebote seien „billiger als das Baugeld von der Bank“, bestätigt Jörg Sahr, Redakteur der Zeitschrift Finanztest. „Die Angebote waren schon vorher gut, doch jetzt sind sie unschlagbar günstig.“
Kunden informieren
Handwerksbetriebe, die ihre Kunden entsprechend beraten, könnten von diesem Programm profitieren, meint Wolfgang Miethke von der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen. „Da müssen die Betriebe ansetzen, informieren und auch die Merkblätter der KfW bereit halten.“ Bis ins Detail müssten die Kenntnisse über die neuen Programme nicht gehen, „aber als Tipp macht sich das gut“, rät Miethke.
„Manche Kunden wissen schon von den neuen Angeboten, das merke ich im Gespräch“, bestätigt Stefan Blaurock, Chef der ad fontes Lüneburg GmbH. Der 42-Jährige hat sich auf ökologische Haustechnik spezialisiert. Für ihn gehört die Beratung über Fördermöglichkeiten zum täglichen Geschäft. „Manchmal ist das sogar das zentrale Thema“, sagt der Heizungsbaumeister. „Die Angebote sind ja auch verwirrend, da steigt kein normaler Mensch durch.“ Regelmäßige Informationsabende für Endkunden nutzt der Unternehmer, um über Technik und Förderung zu informieren. Zudem hat er „die KfW-Merkblätter mit den aktuellen Konditionen immer dabei, in denen auch die Maßnahmenpakete beschrieben sind“. Kommt eines der Pakete in Frage, dann gestaltet ad fontes den Auftrag von Anfang an förderfähig. Danach sei es Sache des Auftraggebers, sich bei der Hausbank um die Förderung zu kümmern.
Erst zur KfW und dann zur Hausbank
Der Gang zur Hausbank ist allerdings mit einem gewissen Risiko behaftet. „Privatkunden sollten sich unbedingt vorher bei der KfW informieren“, rät Miethke. „Wenn ein Verbraucher problemlos die Finanzierung bekommen würde, könnte es auch passieren, dass die Bank statt dessen ein eigenes Produkt anbietet.“ Die Bankfinanzierung sei zwar günstig wie noch nie, „aber immer noch deutlich teurer als die KfW-Programme.“
Richtig zufrieden ist Stefan Blaurock mit dem Förderprogramm des Bundes allerdings nicht. „Es wäre besser, wenn es statt des Zinsvorteils richtige Zuschüsse gäbe.“ Manche Kunden würden sich einfach kein Darlehen aufnehmen wollen – und manchmal blocke auch die Bank. „Da würde ein Zuschuss mit Sicherheit mehr Ergebnisse zeigen.“
Link: www.adfontes.de
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