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Minijobs jetzt weniger attraktiv PDF Drucken E-Mail
Minijobber, die freiwillig der Sozialversicherung beitreten, bezahlen seit dem 1. Juli geringere Beiträge. Darauf wies der Geschäftsfüh­rer der Industriegewerk­schaft Bauen Agrar Umwelt (IG BAU), Klaus Fischer, in einer Presseerklärung hin. Die Arbeitgeber zahlen jetzt 30 statt bisher 25 Prozent So­zialabgaben, berichtet er.Fischer weiter: „Aus Sicht der IG BAU werden Minijobs dadurch weniger attraktiv mit der Folge, dass sozialver­sicherungspflichtige Vollzeit­beschäftigung gefördert wird.”

Wer sich sozialversichert, muss jetzt nur 4,5 Prozent be­zahlen, um den Renten­pflichtbeitrag von 19,5 Pro­zent zu erreichen. Durch die Gesetzesänderung klettert der Beitrag der Arbeitgeber von 12 auf 15 Prozent. „Diese höheren Angaben nutzen den Beschäftigten.“

Sozialer Schutz sei in diesem Zusammenhang wichtiger denn je. Dass die Bundesregierung die Minijobs verteuert, hält der Gewerkschafter für eine richtige Maßnahme. Nach Auffassung seiner Gewerkschaft sollten sozialversicherungsfreie Beschäftigungen auf "echte Bagatelltä­tigkeiten" begrenzt werden. Geringverdiener, die auf So­zialversicherungsfreiheitverzichten, erwerben nicht nur Ansprüche auf Rente und Rehaleistungen. Sie kön­nen zudem die „Riester-Ren­te” beanspruchen und die damit verbundenen staatlichen Förderungen erhalten.

„Einer Mutter von zwei Kindern, die 400 Euro im Monat verdient, ihren Rentenversicherungsbeitrag monatlich mit 18 Euro aufstockt und „riestert”, bleibt ein jähr­liches Plus von 114 Euro. Ganz nebenbei baut sie sich eine eigene Alterssicherung auf”, erläuterte Geschäfts­führer Klaus Fischer abschließend.

Weitere Informationen:

  • -                     Mi­nijob-Zentrale der Knapp­schaft 0 18 01/20 05 04
  • -                     bei der IG BAU in Lingen, 05 91/91 66 60
  • -                     bei der IG BAU in Osna­brück 0541/335010

 

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