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Bundesagentur für dritten Arbeitsmarkt |
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„Langzeitarbeitslosen zu Pflegejobs verhelfen” — Weniger Fördermaßnahmen
AP Nürnberg. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will die Fördermaßnahmen am Arbeitsmarkt drastisch reduzieren.
Möglich sei eine Halbierung der bislang 70 bis 80 arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, sagte ein BA-Sprecher. Ziel sei ein gezielterer und effizienterer Einsatz des Geldes, nicht deren Einsparung. Die Maßnahmen stellen mit 13 Milliarden Euro einen Groß-teil des diesjährigen Etats. BA-Vorstand Heinrich Alt sprach sich zudem dafür aus, einen dritten Arbeitsmarkt für kaum vermittelbare Arbeitslose zu schaffen.
Mit den Hartz-Reformen seien Menschen in das System gekommen, „die früher nicht einmal arbeitslos gemeldet wurden, weil man ihnen keine Chance eingeräumt hatte”, sagte Alt der „Berliner Zeitung”. Es gebe 300000 Personen, die noch nie beschäftigt gewesen seien, und weitere 300000, die in den vergangenen sechs Jahren keine Arbeit gehabt hätten. „Es wäre eine Illusion zu glauben, man könnte diese Menschen in den ersten Arbeitsmarkt integrieren.”Stattdessen könnten sie in Privathaushalten bei der Pflege von Angehörigen helfen oder leichte Arbeiten erledigen, wo der öffentliche Raum regelrecht vergammele. Bislang würden viele Haushaltshilfen aus Osteuropa geholt. „Die Frage ist doch, ob es auch Hartz-IV-Empfänger gibt, die das erledigen können.” FDP-Generalsekretär Dirk Niebel warnte hingegen davor, die subventionierte Beschäftigung weiter aufzublähen. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, Brigitte Pothmer, erklärte, das Vermittlungs- und Qualifizierungsangebot für Arbeitslose müsse verbessert werden.
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